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Volksbank Baumberge eG
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Das Jahr 2010 war für die Volksbank Baumberge gut zufriedenstellend

 

Volksbank Baumberge weiter auf Wachstumskurs 
Vorstandsvorsitzender Werner Termersch: „Wir sind mit dem vergangenen Jahr gut zufrieden“ / Vertreterversammlung beschließt sechs Prozent Dividende / Wahlen und Vortrag

 

Billerbeck. Die Volksbank Baumberge ist mit Verlauf und Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres zufrieden. „Auch in 2010 lagen wir weiter auf Wachstumskurs“, erklärte Vorstandsvorsitzender Werner Termersch auf der diesjährigen Vertreterversammlung, die am Dienstagabend (15. März) in der Weissenburg zusammentrat. „Die Volksbank Baumberge hat sich erneut als verlässlicher Partner vor Ort präsentiert und Marktanteile ausgebaut“, resümierte Werner Termersch in seinem Vorstandsbericht vor der Vertreterversammlung.

 

Dabei konnte Aufsichtsratsvorsitzender Tinus Niehoff neben den zahlreich erschienen Mitgliedervertretern eine Reihe Gäste aus Wirtschaft und Politik begrüßen. Sein besonderer Willkommensgruß galt dem diesjährigen Gastreferenten Dr. Norbert Tiemann. Der Chefredakteur der „Zeitungsgruppe Münsterland/Westfälische Nachrichten und Partner“ sprach zum Thema: „Die Tageszeitung – hat dieses Traditionsmedium in Zeiten der Allgegenwart des Internet noch eine Zukunft?“

 

Doch vor dem Vortrag stand die Entwicklung der heimischen Volksbank im Fokus des Interesses. Wichtige Impulse für das Wachstum der Volksbank im vergangenen Jahr kamen erneut aus dem Kreditgeschäft. „Auch im vergangenen Jahr konnten wir die gute Entwicklung der Vorjahre fortsetzen. Mit einem Zuwachs von 9,6 Prozent auf 243 Mio. Euro lagen wir wiederum über den Vergleichswerten. Die neu herausgelegten Kredite mit 99 Mio. Euro haben eine neue Bestmarke erreicht. 
Eine Kreditklemme spüren unsere Kunden sicher nicht“,
verdeutlichte Werner Termersch. „Musik“ war dabei vor allem im Geschäft mit den Firmenkunden. Hier konnte die Volksbank im Vorjahresvergleich um elf Prozent zulegen.

 

Vertrauen der Anleger gerechtfertigt 
Das Vertrauen der Anleger in das Geschäftsmodell Genossenschaftsbank, seine Solidität und Seriösität hat in den Krisenjahren bundesweit neue Spitzenwerte erreicht. Das gilt auch für die Volksbank Baumberge. So hatte die Bank Ende Dezember 2010 mit insgesamt 250 Millionen Euro rund 1,6 Prozent Kundeneinlagen mehr in ihrer Bilanz als vor Jahresfrist. Besonders positiv entwickelten sich die Spareinlagen. „Unsere Kunden haben damit eine sichere Geldanlage mit attraktiver Verzinsung kombiniert“, erläuterte Termersch. Auch mit dem bilanzunabhängigen Vermittlungsgeschäft (Bausparen, Versicherungen, Wertpapierhandel) ging es in 2010 weiter aufwärts. „Wir sind mit dem vergangenen Jahr gut zufrieden“, fasste Werner Termersch auch mit Blick auf die gute Eigenkapitalausstattung und die über den Planwerten liegenden Ertragszahlen zusammen. „Unseren Mitarbeitern gilt unser vorbehaltloser Dank für den motivierten Einsatz und die hervorragende Arbeit. Wir sind stolz auf ein starkes und zuverlässiges Team“, spendete Werner Termersch auch im Namen seines Vorstandskollegen Dirk Spanderen höchstes Lob.

 

Verlässlicher und berechenbarer Partner 
Vor dem Hintergrund der guten Zahlen aus 2010 ist die Volksbank Baumberge mit Optimismus in das neue Jahr 2011 gestartet. Dem heimischen Mittelstand und ebenso ihren Privatkunden will das Institut weiterhin ein verlässlicher und berechenbarer Partner bei allen Finanzgeschäften sein. Für die Bank selbst steht im laufenden Jahr ein Vorhaben ganz oben auf der Agenda: der Umbau der Filiale in Havixbeck. Deren Fertigstellung ist für Juli 2011 vorgesehen.
Der Region verpflichtet. Die gemeinnützigen Organisationen im Geschäftsgebiet können sich weiterhin auf die Unterstützung der Volksbank Baumberge stützen. Gesellschaftliches Engagement ist der Bank wichtig. Neu ist das Projekt „Wir pflanzen einen Volksbank-Wald“, das in Zusammenarbeit mit Norbert Sprenker durchgeführt wird. Damit möchte die Bank ihre Verbundenheit mit der Baumberge-Region auch ökologisch unter Beweis stellen. „Aus diesem Grund pflanzen wir nun regelmäßig im Frühjahr und im Herbst mehrere hundert Bäume, um so einen neuen Wald entstehen zu lassen“, so Werner Termersch abschließend.

 

Sechs Prozent Dividende 
Auch das Prüfungsergebnis, vorgestellt von Bankvorstand Dirk Spanderen, spiegelt die positive Situation der Volksbank Baumberge wider. Dem Institut wird eine geordnete Vermögens- und Finanzlage bestätigt. Von den guten Geschäften „ihrer“ Bank werden einmal mehr die 5.328 Mitglieder profitieren. Nach Beschluss der Vertreterinnen und Vertreter, die dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat folgten, wird aus dem Jahresüberschuss eine sechsprozentige Dividende an die Eigentümer ausgeschüttet. Vorstand und Aufsichtsrat wurde im weiteren Verlauf der Sitzung Entlastung erteilt. Wieder in den Aufsichtsrat gewählt wurden Annegret Lülf-Reinersmann aus Rosendahl-Osterwick und Josef Gerleve-Auling aus Billerbeck.

 

Sechsprozentige Dividende 
Lebhafte Geschäfte meldet die Volksbank aus dem Dienstleistungsbereich. Beim Handel mit Wertpapieren war bei den Kunden angesichts der Finanzmarktkrise Zurückhaltung angesagt. Die Vermittlung von Bausparverträgen und Versicherungen bezeichnete der Vorstandsvorsitzende als „insgesamt zufrieden stellend“. Was besonders die 5.459 Mitglieder freuen dürfte: Auch sie werden vom Geschäftserfolg „ihrer“ Volksbank profitieren. „Ausschüttung einer sechsprozentigen Dividende“ lautete der Vorschlag, den Vorstand und Aufsichtsrat der Vertreterversammlung präsentierten.
Dr. Norbert Tiemann

 

Dr. Norbert Tiemann
"Wir gucken eben genauer hin" 
Dr. Norbert Tiemann, Chefredakteur der "Zeitungsgruppe Münsterland/Westfälische Nachrichten und Partner", sprach am Dienstagabend auf der Vertreterversammlung der Volksbank Baumberge zum Thema: "Die Tageszeitung - hat dieses Traditionsmedium in Zeiten der Allgegenwart des Internets noch eine Zukunft?" und legte dabei ein eindrucksvolles Plädoyer für die regionale Tageszeitung und Qualitätsjournalismus ab.

 

Billerbeck. Auf eine Gemeinsamkeit machte Dr. Norbert Tiemann gleich zu Beginn seines Vortrages auf der Vertreterversammlung der Volksbank Baumberge aufmerksam: Volksbanken und Zeitungen hätten gleichermaßen "eine lange, lange Geschichte - und eine erfolgreiche dazu." Während jedoch die Volksbanken im Allgemeinen und die Volksbank Baumberge im Besonderen wirtschaftlich gut dastehen und steigende Mitgliederzahlen verzeichnen, sind die Tageszeitungen von geänderter Mediennutzung, sinkenden Abo- und Verkaufszahlen, fehlenden Einnahmen und Werbeerlösen betroffen.

Dass es ohne Tageszeitungen auch unter dem Einfluss neuer Medien und moderner elektronischer Kommunikationsplattformen wie Web 2.0, Facebook und Twitter nicht geht, machte der Chefredakteur der "Zeitungsgruppe Münsterland/Westfälische Nachrichten und Partner" am Dienstagabend (15. März) in der Weissenburg in seinem eindrucksvollen Plädoyer zur Fragestellung "Die Tageszeitung - hat dieses Traditionsmedium in Zeiten der Allgegenwart des Internets noch eine Zukunft?" deutlich.

"Die alte Tante Zeitung ist unter Druck geraten", brachte Tiemann die Entwicklung im Medienmarkt auf den Punkt. Jetzt gelte es, sie gegenüber der schieren Übermacht des Internets wieder "flott zu machen". Dabei setzt der erfahrene Medienprofi auf die große Nähe der Tageszeitungen zu den Menschen und auf Qualitätsjournalismus. "Wir gucken eben genauer hin. Wir arbeiten für diese Region und in dieser Region", formulierte der Chefredakteur den Anspruch seiner Zeitungsgruppe, "als Hüter und Transporteur elementarer Werte". Zeitung müsse, könne und solle "Wegweiser", "Leuchtturm" und "Schlüssel zum Verstehen der globalisierten Welt" sein.

Dabei setzt die "Zeitungsgruppe Münsterland/Westfälische Nachrichten und Partner" nicht nur auf das auf Papier gedruckte Produkt, sondern auf den Nutzungsmix mit anderen multimedialen Kanälen wie SMS, Newsletter und Online-Dienste. "Alles zu jeder Zeit an jedem Ort", so lautet die Devise.

Allerdings müsse hochwertiger Qualitätsjournalismus seinen Preis haben. Das "für lau, dann jau" bei den Angeboten der Medienhäuser im Internet müsse ein Ende haben. Eine Chance, die von ihm geforderte Bepreisung im Netz umzusetzen, sieht Tiemann bei der steigenden Nutzung mobiler Geräte wie dem iPad und bei Smartphones.

Seine Antwort auf die Frage: Gibt es für die Zeitung eine Zukunft? "Die Chance liegt in der Schwerpunktsetzung auf lokale und regionale Berichterstattung."