Volksbank Forum 2017

An Kundennähe festhalten

Volksbank Baumberge legt Bilanz vor / Service auf allen Kanälen

Volksbank-Forum in Havixbeck: Gelebte Kundennähe – das ist der Volksbank Baumberge wichtig. Besonders in Zeiten, in denen „das Zinsniveau ziemlich aus den Fugen geraten ist“, betonte Vorstandsvorsitzender Werner Termersch. Diese Vorgehensweise macht sich für die Volksbank offenbar bezahlt, wie er beim Volksbank-Forum 2017 am Dienstagabend im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule anhand der Bilanzzahlen verdeutlichte.

Denn die Bilanzsumme ist in 2016 um 4,1 Prozent auf 523 Millionen Euro gestiegen. Das sei mehr als bei anderen Genossenschaftsbanken. Auch das Kreditgeschäft lag mit 306 Millionen Euro zum Stichtag 31. Dezember 2016 um 1,2 Prozent über dem des Vorjahres. Davon seien 120 Millionen Euro in Neukrediten angelegt worden. „Die Leute wollen keine komplizierten Finanzkonstrukte“, so Werner Termersch, sondern ihr Geld solide angelegt wissen. So haben sich die Einlagen um 5,6 Prozent auf 341 Millionen Euro erhöht.

Das gibt dem Vorstand und den Mitarbeitern der Volksbank recht: „Der Kundenkontakt steht für uns an erster Stelle. Dabei schöpfen wir alle Kanäle aus. Ganz so, wie unsere Kunden das möchten“, sicherte Termersch das Festhalten an diesem Service zu.

Dass das Bedienen sämtlicher Kanäle im Online- und Offline-Geschäft wichtiger als je zuvor ist, stellte Uwe Goerlich in seinem Vortrag dar. Als Redaktionsleiter der Allgemeinen Zeitung in Coesfeld zeigte er den Gästen den Spannungsbogen des heutigen Lokaljournalismus auf: „Zwischen Kroamstuten und Fake News – Lokale Berichterstattung 4.0“. Denn das sei es, was Lokalredakteure täglich leisten. Zusätzlich zur gedruckten Lokalzeitung erfolge die Berichterstattung in wachsendem Maße multimedial. Besuchten Redakteure früher noch mit einem Fotografen gemeinsam einen Termin, gehöre heute das Schreiben, gleichzeitig Fotografieren und manchmal auch noch der Dreh eines Videos zu ihrem Arbeitsalltag.

Dennoch sei die Kernaufgabe des Journalismus bis heute dieselbe geblieben: Informationen richtig und seriös recherchiert sowie gebündelt zu überliefern. Mehr denn je sei die Digitalisierung ein großes Thema, dem man sich stellen müsse. „Das ist für uns ein Fluch und Segen zugleich“, erläuterte Uwe Goerlich. Immerhin seien die Printmedien durch die Digitalisierung konkurrenzfähig zu Radio und Fernsehen geworden, was die Schnelligkeit und Aktualität angehe. „Schnell sein, ist heute das Motto. Trotzdem darf die Qualität dabei nicht auf der Strecke bleiben“, erklärte der Redaktionsleiter.

Bei der Flut an Nachrichten und Fake News, besonders über die Sozialen Medien, sei das  nicht immer leicht. „Nicht jede ungerade Nachricht können die etablierten Medien richtigstellen. Wichtiger ist es, junge Menschen fit für die Informationsgesellschaft zu  machen. Wir müssen ihnen beibringen, diese Nachrichten zu prüfen“, sagte Uwe Goerlich.